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Rollen und Spezialisierungen

Original Autor: TehFocus

Dieser Artikel erklärt, was es für verschiedene Spezialisierungen und Rollen in taktischen ArmA zu finden sind.

Diese Infos sind aus meinem ArmA 3 Military Simulation Guide auf Steam
Link zum Guide.

Einleitung

In ArmA gibt es verschiedene Klassen oder Spezialisierungen, die sich generell bei jeder Gruppe finden lassen. Von
Gruppe zu Gruppe, gibt es Abweichungen ihrer Aufgaben und Ausrüstungen, doch im Groben erfüllen sie immer den gleichen
Zweck. Diese Klassen sind realen Soldatenausrüstungen und Spezialisierungen nachempfunden. Wie alles in diesem Guide ist
auch diese Sektion stark durch meine eigenen Erfahrungen beeinflusst

Bei jeder Klasse finden sich Links zu Bildern, um das ganze zu verinnerlichen.

Rifleman

Der Grundbaustein. Als Rifleman versteht man einen normalen Soldaten ohne Spezialisierung. Er trägt
meistens nur ein normales Gewehr ohne extra Schnick Schnack und genug Munition für ihn selbst. Des Weiteren hat er
Sanitätszeug für sich selbst und ein paar Granaten. Meistens ohne Rucksack unterwegs und ausgestattet mit einer normalen
Funke. Bei den meistens Gruppen werden solche Kameraden dazu angehalten sich eine Spezialisierung zu suchen und wenn es
nur ein Rucksack mit extra Munition oder ein paar Raketen für den Frank mit der Panzerabwehr ist. Einen Soldaten so ohne
hilfreiche Assets für das Team mit in den Einsatz zu nehmen, ist äußerst selten. Bei einigen Ausnahmen wie SpecOps
Missionen, Close Quarter Battles oder auf Streife sieht man solche Kameraden allerdings doch. Ich habe ihn Grundbaustein
genannt, da man meistens als Rifleman spawnt und sich dann extra Ausrüstung aussucht.



Der Basic Rifleman hat weder einen Rucksack dabei, noch spezielle Schutzkleidung. Bewaffnet ist er mit
einem Sturmgewehr und ein Visier für mittlere Distanzen. Der CQB Rifleman oder "Operator" ist eine Spezialisierung für
enge Einsatzorte wie Städte oder Häuser. Daher die eher kurze Waffe und das Holo-Visier.

Autorifleman (AR)

Die wohl einfachste Spezialisierung ist der MG-Schütze oder Autorifleman (AR). Dieser Kamerad ist
ein stämmiger Typ, bewaffnet mit einem leichten Maschinengewehr, welches in kurzer Zeit möglichst viele Steuergelder
verschießen kann. Seine Aufgabe ist es, Deckungsfeuer zu geben und den Feind dazu zu zwingen, den Kopf in der Deckung zu
lassen. Perfekt um Zeit zu gewinnen oder einen Vorstoß von verbündeten Truppen einfacher zu gestalten. Er ist nicht
dafür da um gezielt Feinde auszuschalten sondern eher um größere Gruppen unter Beschuss zu nehmen oder um Engpässe zu
sichern. Er wird meistens von einem Assistenten begleitet, der Munition für ihn trägt da 200 Schuss Behälter auch schon
mal 4kg das Stück wiegen können. Was dieser Klasse an Mobilität fehlt, macht sie mit Feuerkraft wieder wett.


Dieser AR ist ausgestattet mit einer M249, welche einen längeren Lauf für höhere Muzzle Velocity (Schnellere Geschosse)
besitzt. Sie ist ausgestattet mit 200 Schuss Munitionsgurten.

Grenadier

Der Grenadier ist eine weitere essenzielle Klasse in jeder Gruppe. Im Prinzip ein Rifleman
mit Granatwerfer, was sein Aufgabengebiet somit schon erklärt. Der Granatwerfer kann für viele Zwecke eingesetzt werden:
Fahrzeuge und Gebäude sprengen, Rauchmarkierung über Distanz, Flares in der Nacht und unter ACE auch Kameradrohnen
abfeuern.

Ammo Bearer/Assistant

Der Packesel von Klassen wie dem Autorifleman oder
dem Panzerabwehrschützen. Er schleppt die nötige Munition mit sich rum oder ist in
spezialisierten Teams wie dem MMG oder MAT der Anführer bzw. Funker. Von der Ausrüstung her ist er im Prinzip
ein Rifleman mit dem Unterschied, dass sein Rucksack voll mit Munition dabei hat



Der MAT Assistant trägt einen speziellen Rucksack gefüllt mit den Raketen, welche sein Partner benötigt während der
normale Ammobearer Munition für sein Squad mit dabei hat sprich Magazine, Granaten, Gadgets und unter Umstände auch
Sanitätszeug.

Medic & Doctor (MED)

Dein bester Freund. Der Medic ist für die Einsatzbereitschaft des Teams zuständig. Ihn gibt es in vielen verschiedenen
Ausführungen: Als Teammedic, der einfach nur eine Menge Sanitätsmaterial dabei hat und eine recht simple medizinische
Ausbildung hinter sich hat. Er sorgt dafür, dass niemand drauf geht bevor der Medevac eintrifft.
Der richtige Arzt, welcher in der Lage ist auch mit komplexeren Verwundungen umzugehen und auch im Notfall Operationen
durchführen kann, bietet dann die Steigerung der Medic Klasse. Diese Art des Medics wird sich meistens in einen
speziellen Team wiederfinden. Diese Teams werden MedEvacs genannt. Mehr dazu weiter unten im Guide. Der Medizinische
Assistent, welcher meistens einem Arzt unterstützt. Hat mehr Ahnung von Wunden als der normale Teammedic aber spielt
beim Medevac nur die zweite Geige.



Während der Combat Medic mit Protection und recht durchschlagsfähigen Waffen ausgestattet ist, um auch für den Kampf
gewappnet zu sein, trägt der Doctor nur eine Waffe zur Selbstverteidigung, da er in der Basis arbeitet bzw. sich nicht
am Kampfgeschehen beteiligt.

Marksman

Der Marksman, Aufklärer, Präzisionsschütze oder Gruppenscharfschütze ist ein leicht ausgestatteter Rifleman mit einem
Gewehr das einen längeren Lauf und meistens ein Kaliber von mehr als 5.56mm hat. Des Weiteren nutzt er ein Scope,
welches einen leistungsfähigeren Zoom hat, als herkömmliche Kampfvisiere, meistens auch verstellbar. Seine Aufgabe ist
es auf der einen Seite Aufklärung zu betreiben und auf der anderen gezielt Feinde auszuschalten. Er hat meist nur
begrenzt Munition zur Verfügung, sollte also darauf achten, wie er seine Waffe nutzt und wann er feuert. Den Marksman
sieht man meistens auch mit einem speziellen Fernglas was unter Umständen auch Ziele per Laser markieren kann, Weiteres
dazu beim JTAC.


Der Marksman ist meisten eher leicht gepanzert. Seine Waffen haben meistens ein höheres Kaliber als herkömliche
Ausrüstung und bieten einen längeren Lauf für schnellere Geschosse und somit genauere Schüsse.

Light Anti Tank (LAT)

Die leichte Panzerabwehr, auch bekannt unter Rifleman (AT), ist ein normaler Soldat, welcher einen Raketenwerfer mit
sich führt. Einige dieser leichten Raketenwerfer sind wiederverwendbar, doch die meisten sind nach einer Benutzung
unbrauchbar. Leichte Panzerabwehr ist meistens nicht in der Lage Kampfpanzer zu verwunden, so ironisch das klingt. Ein
moderner Main Battle Tank kann solche Projektile mit Leichtigkeit abwehren, weswegen die leichte Panzerabwehr eher gegen
Truppentransporter, Fahrzeuge oder auch Gebäude, Deckungen und Ansammlungen von Feinden eingesetzt werden sollte. Um
schweres Gerät auszuschalten, gibt es mittlere und schwere Panzerabwehr, mehr dazu später.

http://images.akamai.steamusercontent.com/ugc/702910294872683911/95E81774D6C58AE9F1A30DE6AE67483B0B619FD5/
Ähnlich wie der Rifleman, sehr leicht ausgerüstet. Der einzige Unterschied ist der "leichte" Raketenwerfer. Diese
Raketenwerfer sind eher gegen leicht gepanzerte Fahrzeuge oder Gebäude gedacht.

Engineer/Explosive Specialist (ENG/EXP)

Die Techniker unter ArmA haben eine weite Aufgabenspanne. Sie sind zum einen als Sprengstoffexperten einsetzbar, welche
sowohl explosives Spielzeug platzieren als auch entschärfen können. Des Weiteren sind sie in der Lage, bis zu einem
bestimmten Grad Fahrzeuge zu reparieren. Auch in der Logistik findet man diese Kameraden immer wieder. So werden sie
auch Trucks welche mit Munition oder Reparaturkram ausgestattet sind fahren. Viele Crewmen sind auch Engineers, mehr
dazu später. Die Techniker werden nur sehr selten als offensive Spieler eingesetzt, man findet höchstens mal einen
Explosive Specialist in einem Sonderkommando um Sachen zu sprengen oder Türen auf zu machen. Ansonsten halten sich diese
Jungs eher rar und warten darauf, gebraucht zu werden und ihren Kollegen den fahrbaren Untersatz wieder fit zu machen.


Diese Version des Technikers wird meistens in Sondereinheiten eingesetzt. Er ist für CQB ausgestattet und in der Lage
Türen oder Munitionslager zu sprengen.

UAV Operator/JTAC

Die ultimative Art der Aufklärung: Das Unmanned Autonomous Vehicle. Ohne sich selbst in Gefahr zu bringen in der Lage zu
sein, dass gesamte Schlachtfeld zu überblicken. Der UAV Operator, ausgestattet mit einem UAV Terminal, ist in der Lage
diese Gefährte zu steuern. Meistens eingesetzt in Verbindung mit einem JTAC/Funker aber auch häufig direkt beim
Commander mit dabei, dass Infos so schnell wie möglich und so direkt wie es geht verarbeitet werden können. Es gibt
sowohl kleine Quadrocopter, welche in einem Rucksack mitgeführt werden können und dank ihrer Größe kaum zu sichten sind,
als auch sehr flache Fahrzeuge welche schnell in ein Gebiet eindringen können, gezielt Assets des Feindes ausschalten
und dann wieder abhauen. Auch die altbekannten „Predator“ Drohnen finden sich in ArmA 3 wieder. All diese Fahrzeuge sind
mit hochmodernen Kameras ausgestattet und sind meistens in der Lage, Ziele per Laser zu markieren. Die Aufgabe des UAV
Operators ist es nun sowohl gezielt Feinde auszuschalten als auch so viele Infos wie möglich über das Schlachtfeld zu
sammeln. Mit Hilfe von eingebauten Lasern und einem JTAC können auch größere Luftschläge ausgeführt werden.


Trägt ein UAV Terminal mit sich, als auch einen Rucksack in dem sich eine kleine Drohne befindet. Auf spezielle
Bewaffnung wird hier verzichtet, da ein normaler UAV Operator erst in größeren Teams eingesetzt wird und somit selbst
nicht am Kampfgeschehen teilnimmt.

Als JTAC kann der UAV Operator auch eingesetzt werden, da die Drohnen über Lasermakierung verfügen. JTAC bedeutet "Joint
Terminal Attack Controller" und seine Aufgabe ist es, Luftschläge zu koodinieren. UAV Operator und JTAC sind vom
Einsatzgebiet und Ausrüstung fast identsich, daher habe ich sie beide hier zusammengefasst.

Leader

Der Leader ist eine essenzielle Klasse innerhalb jeder ArmA-Gruppe. Er wird als Fireteamleader, Squadleader, Commander
oder Leitung von Unterstützungselementen eingesetzt. Als Frontschwein, wie man ihn meist als Fireteamleader sieht, ist
er meist mit Hightech ausgestattet, sodass er maximalen Schutz im Kampf hat. Ein Squadleader oder Fireteamleader ist
meist mit einem Granatwerfer ausgestattet, welcher eine überwiegende Zahl an Rauch- und Flaregranaten als Munition hat.
Diese können taktisch zum makieren von Positionen eingesetzt werden. Auch für andere taktische Vorteile, sind diese
Granaten hilfreich. Wenn diese Spezialisierung als Commander eingesetzt wird, ist sie meist eher leicht gepanzert und
hat auch nur eine Waffe zur Selbstverteidigung dabei (PDW).


Der Leader ist Herz und Nieren einer Spielergruppe bzw Platoon. Ein Commander befehligt die gesamte Spielermacht. Er
gibt Kommandos and die Squadleader und Unterstützungselemente wie Luftunterstützung. Die Squadleader müssen ihre
Aufgaben dann sinnvoll auf die Fireteamleader übertragen, sodass Kooperation und Effizienz in der gesamte Einheit
entsteht. Als Leader sollte man also ein gutes Wahrnehmungsvermögen haben, um auf Veränderungen des Schlachtfelds
effektiv eingehen zu können. Man sollte auch immer einen kühlen Kopf bewahren können.

Elemente innerhalb einer Mission

Ein ganz entscheidener Faktor in der Organisation von Eventszenarien sind sog. "Elemente". Darunter versteht man
bestimmte, taktische Zusammenschlüsse einer Einheit im Spiel. Platoons, Support, Squads, Recon etc. etc.

In diesem Abschnitt, möchte ich etwas genauer auf diese Aspekte eingehen, und euch Beispiele nennen.

Das Platoon

Das sog. "Platoon" oder zu deutsch "Zug" ist die gesamte Einheit an Truppen, ausgenommen Luftunterstützung, Medevac,
Logistik und andere Elemente, welche einer Basis angehören.

Ein Platoon hat meistens einen einzelnen Anführer, mehrerer Squads und somit Squadleader welche widerrum mehrere
Fireteams und somit Fireteamleader haben. Somit sei die grobe Struktur auch schon erklärt. Anhand das folgenden Bilds,
wird das ganze
verinnerlicht:

Innerhalb eines Platoons muss für effektive Zusammenarbeit auch eine gewisse Funkstruktur herrschen. Das ganze kann man
sich wie eine Art Pyramide vorstellen, an dessen Spitze der Commander oder das Hauptquartier sitzt. Diese Infografik
dürfte das ganze wesentlich anschaulicher machen!
(Many thanks to my old friends from the IronBrits for making this back in the day!)

MedEvac

Das MedEvac Team, die Guardian Angels eines jeden Platoons.

Eine besondere Truppe welches eine Erweiterte Sanitätsausbildung vorweisen kann. Unter ACE3 meist 2-3 Sanitäter und 1-2
Doktoren. Dazu mindestens ein Langstreckenfunker und/oder ein Fahrer bzw. Pilot, da Fahrzeuge über Langstreckenradios
verfügen.


Die Aufgabe dieses kleinen Unterstützungsteams ist es, die Spieler aus der Scheiße zu ziehen, wenn es mal drauf ankommt.
Sie sind in der Lage schwer verwundete Spieler zu verarzten und diese ggf. zurück zur Basis oder einem Stützpunkt zu
bringen, wo sie komplett versorgt werden können, wenn das nötig ist.

Die Mission kann für so ein Team also meist aus herumstehen in der Basis enden doch wenn sie gebraucht werden, gibt es
kein besseres Gefühl als mit einem UH-60 MedEvac Black Hawk in eine heiße LZ zu fliegen um innerhalb von Minuten seine
schwer verletzten Kameraden in den Heli zu verladen und abzufliegen.

Logistik

Ah... die Logistik. Die meist-gehasste Aufgabe in der Taktikszene von ArmA. Nur sehr wenig Spieler lassen sich dazu
überreden, diese Aufgabe zu erfüllen und noch weniger, machen diese Aufgabe gerne.

Das Logistik oder Suppy Team, ist dafür zuständig, die Fronttruppen mit Munition, Fahrzeugen, Treibstoff und Reparaturen
zu versorgen. Einige von euch, können sich sicherlich noch an den Engineer erinnern (Oben im Guide). Dieser ist meist
innerhalb eines Logistikteams zu finden. Manchmal besteht sogar die gesamte Logistik aus Engis. Sie sind, mit ihrer
Austattung in der Lage, Fahrzeuge schneller und effektiver zu reparieren, als die Fronttruppen. In ihre LKWs passen
Tonnenweise Munition und sogar größere Waffen wie Mörser, HMGs und Immobile Raketenwerfer (HAT/HAA) können sie
transportieren. Wenn sie einen Spitznamen hätten, würde man sie "Packesel", "Spielzeuglieferer" oder einfach "Verrückt"
nennen.

Innerhalb des Teams befinden sich auch Funker und/oder Fahrer oder Piloten.

Kein Job für jeder Mann aber dennoch eine Menge Spaß.